Startseite Ratgeber Analthrombosen – und wie man mit ihnen umgeht

Analthrombosen – und wie man mit ihnen umgeht

von Dr. Peter Müller
77066 Aufrufe

Was ist eine Analthrombose?

Viele Menschen in Deutschland leiden unter einer sogenannten Analthrombose. Sie entwickeln Symptome wie Juckreiz oder Analbrennen beim Stuhlgang.

Auftreten und Behandlung

Die Patienten – aber mehr Männer als Frauen – suchen meistens nach einer gewissen Zeit einen Arzt auf. Viele von ihnen warten damit allerdings eine ganze Weile, weil ihnen die Erkrankung der Analthrombose in diesem Körperbereich peinlich ist. So versuchen sie über eine Zeit, mit Hausmittelchen und freiverkäuflichen Medikamenten aus der Apotheke gegen die Symptome anzugehen. Meistens ist ihnen selbst das schon so peinlich, dass sie sich informieren, was sie sonst machen können. Die Patienten können selber nicht richtig einordnen, was ihre Beschwerden bedeuten. So halten viele die Analthrombose stattdessen für Hämorrhoiden und können darum ihre Beschwerden nicht passend behandeln.

Mögliche Ursachen können sein, wenn man sich auf einen kalten Untergrund setzt. Oder wenn Frauen ihre Periode haben. Häufig sind die Analthrombosen aber nach kurzer Zeit von alleine wieder weg. Wenn das nicht der Fall ist, kann man mit einer Art Rheumasalbe versuchen, die Thrombosen zu beseitigen. Der Arzt kann in den Fällen, in denen die Beschwerden eben nicht nachlassen, diese Knoten mit einem kleinen Schnitt öffnen und die Flüssigkeit daraus ablaufen lassen. Das kann ambulant in der Praxis geschehen.

Ursachen, Behandlungsdauer und Vorgehen

Eine Analthrombose kann durch dauerhaften Durchfall, Stress und Verstopfung entstehen. Der größte Unterschied zu Hämorrhoiden besteht darin, dass die Analtrhombosen nicht bluten. Sie liegen immer außerhalb des Anus und sie schmerzen. Alles das ist bei Hämorrhoiden nicht der Fall. Nach einer kurzen Zeit von ca. 1–2 Wochen kann es passieren, dass sich die Störungen von selber wieder zurückbilden. Sollte das aber nicht passieren, ist ein Gang zum Arzt unerlässlich. Dieser kann dann die Analthrombosen recht einfach entfernen, da sie am After außen liegen und so gut zu erkennen und entfernen sind. Denn sie erreichen in Extremfällen sogar die Größe einer Pflaume. Weitere Symptome bestehen aus Eiterabfluss und Schmerzen. So schaffen es die Patienten auf gar keinen Fall, die Erkrankung mit eigenen Mitteln zu bekämpfen. Und sie überwinden ihre Scham, gehen zum Arzt und sind sehr schnell und komplikationslos von dem quälenden Zustand befreit. Eine operative Behandlung ist nur sehr selten nötig. Vielen hilft eine schmerzstillende Salbe schon alleine. Man kann also sagen, diese Erkrankung ist lästig und sorgt schon häufig für einen durch die Scham ausgelösten Leidensdruck, der dann zu der Einfachheit der Behandlung in keinem Verhältnis steht.

Auch Interessant

1 Kommentar

eva dantzer 26. August 2013 - 12:34

ich habe eine Analthrombose (Kirschkerngroß) und bitte um natürliche Heilungsmittel.
Z.B. welche Salbe und aus was besteht ein Sitzbad.
Ich bin vorbelastet, habe morbus osler, dadurch auch niedrige Eisenwerte und wurde auch schon embolisiert an der Lunge.
Ich ernähre mich gut, Smoothies, Spirulina Schüßler ab und zu,
habe aber im Moment harten Stuhl (deswegen wohl auch das äußere Symptom)
Wäre dankbar über Hilfe… Eva

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar