Hausmittel

Wirksame Hämorrhoiden Hausmittel

Da nicht jeder gerne mit einer Krankheit wie Hämorrhoiden sofort zum Arzt geht, ist das Interesse an einem Hausmittel gegen Hämorrhoiden groß, selbst wenn es die Symptome lediglich lindert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Selbstmedikation, wobei niemals vergessen werden darf, dass Hämorrhoiden auch gefährlich werden können und in manchen Fällen ein  Arztbesuch unausweichlich ist.

Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Das wichtigste Hausmittel gegen Hämorrhoiden ist, während des Stuhlgangs nicht zu heftig zu pressen, da dies die Hämorrhoiden vergrößert und die gesundheitliche Situation nur verschlimmert. Betroffene sollten sich somit viel Zeit auf der Toilette lassen.

Nach dem Stuhlgang sollte der After mit besonders weichem Toilettenpapier gereinigt werden. Am besten ist es, wenn zudem eine Reinigung mit lauwarmem Wasser erfolgt. Wer auf Reinigungstücher zurückgreift, sollte jedoch darauf achten, dass keine Chemikalien enthalten sind, welche den After reizen könnten.

Ein weiteres Hausmittel gegen Hämorrhoiden ist ein regelmäßiges Muskeltraining. Hierbei sollten Betroffene täglich ihren Schließmuskel 30 mal zusammenziehen und wieder lockern. Auf diese Weise wird die Funktion des Afters verbessert.

Besonders wichtig ist auch die Ernährung. Viel trinken, ballaststoffreiche Produkte, Obst und Gemüse sind das A und O, um Verstopfungen, die unter anderem für Hämorrhoiden verantwortlich sind, zu vermeiden. Süßigkeiten hingegen sollten nicht gegessen werden, da die eine gegenteilige Wirkung erzielen.

Es ist aber auch möglich sich bestimmte Salben als Hausmittel gegen Hämorrhoiden selbst anzurühren. So können Betroffene Steinkleeblüten mit Olivenöl vermischen, dies sechs bis acht Wochen ziehen lassen und anschließend mit dieser Mixtur den After bestreichen. Schneller geht es jedoch mit einer Ringelblumensalbe, die mit Honig vermischt wird und sofort angewendet werden kann. Kompressen mit Schafgarbentee sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

Die Hausmittel gegen Hämorrhoiden sind allesamt sehr sinnvoll, lösen das Problem jedoch nicht, wenn die Krankheit bereits im fortgeschrittenen Stadium ist. Wer aber erst seit Kurzem mit dieser lästigen Krankheit zu kämpfen hat, kann auf diese Hausmittel gegen Hämorrhoiden zurückgreifen und testen, inwiefern sie das Wohlbefinden und die Gesundheit verbessern.

Hausmittel sind prinzipiell immer eine gute Sache (dies gilt auch für Krankheiten wie Lippenherpes, Bauchschmerzen oder einer Erkältung). Sollte die Erkrankung jedoch nach Anwendung von Hausmitteln über einen gewissen Zeitraum hinweg nicht besser werden, so sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden

Ballaststoffreiche Ernährung

Die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen über die Nahrung ist absolut essentiell für die Gesundheit des Darms. Wer nicht nicht genügend Ballaststoffe konsumiert, der muss auf lange Sicht mit massiven Leiden den Darm betreffend rechnen. Dabei handelt es sich bei einem Mangel an Ballaststoffen um ein relativ junges Phänomen. Es zeigte sich erstmals großflächig nach dem zweiten Weltkrieg. Zuvor ließ sich dieser Mangel zwar auch ab und an bereits beobachten, nicht aber besonders häufig. Der Grund für den Rückgang an Ballaststoffen in der Ernährung lässt sich auf die Veränderungen der Nahrungsgewohnheiten der Menschen der westlichen Hemisphäre zu Beginn der 1950er Jahre zurückführen. Während dieses Jahrzehnts gab es nicht nur technische Neuerungen, sondern damit einhergehend auch Neuerungen im Bereich der Lebensmittel. Die nun immer weiter verbreiteten und erschwinglicheren Kühlschränke, machten es für Konsumenten möglich, sich mit Tiefkühlware und Fertigprodukten einzudecken. Zuvor hatten die meisten Personen keinerlei Möglichkeit, Nahrungsmittel, abgesehen vom Keller, kühl zu lagern. Darum waren die meisten Menschen auf den Gebrauch von frischen Waren angewiesen. Sprich sehr viel saisonales Obst, Gemüse und so weiter.

Mit dem Aufkommen von Fertignahrung änderte sich aber das Essverhalten der meisten Menschen grundlegend. Frisch zu kochen geriet immer mehr ins Hintertreffen und Aufbackware wurde zu einem prominenten Grundpfeiler der täglichen Nahrungsaufnahme. Tiefkühlpizza, Chicken Nuggets und Dosensuppen jedoch beinhalten sehr wenige Ballaststoffe – auch die häufig dazu gereichten Beilagen sind in aller Regel sehr arm an diesen für die Darmgesundheit wichtigen Stoffen. Somit kam es im Laufe der Jahre zu einem sich immer weiter verschlimmernden Mangel an Ballaststoffen.

Das ist dahingehend als gravierend negativ zu betrachten, da Ballaststoffe notwendig dafür sind, den Kot im Körper geschmeidig zu halten und ihm eine angenehme Konsistenz zu verleihen. Viele Menschen in der westlichen Welt sind jedoch mit einem ungesunden und zu festen Stuhl groß geworden. Daher haben sie sich an diesen Umstand gewöhnt und kennen es schlicht nicht mehr anders. Das ist vorallem eines: Gefährlich. Denn viele Erkrankungen des Darms und des Magens ließen sich durch eine ausgewogenere Ernährung sehr leicht vermeiden. Dazu gehören allen voran auch Hämorrhoiden.

Nicht wenige Menschen kämpfen mit sehr hartem Stuhl. Sie müssen sehr stark drücken und sehr viel Kraft aufwenden, um überhaupt in der Lage zu sein, ihren Kot abzuscheiden. Dies ist nicht nur sehr zeitaufwändig, sondern bisweilen auch unangenehm oder gar schmerzhaft. Dem müsste aber nicht so sein, wenn man seine Ernährung nur etwas gesünder gestaltet. Durch die gezielte und selektive Aufnahme von Gemüse, insbesondere Blattgemüse, Obst und Vollkornprodukten können dem Körper sehr schnell alle notwendigen Ballaststoffe zugeführt werden. Bereits wenige Tage oder wenige Wochen nach der Umstellung der Nahrungsweise stellen sich merkliche Veränderungen zum Positiven hin ein. Es dürfte einem sehr viel leichter fallen, effektiv und gründlich seinen Darm zu entleeren. Darüber hinaus muss man beinahe überhaupt nicht mehr drücken, um den Kot abzuscheiden. Zwar entleert sich der Darm nicht von alleine, aber beinahe. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kraft und Nerven.

Denn gerade zu starkes Drücken auf der Toilette ist einer der Hauptgründe für die Entstehung von Hämorrhoiden. Ein weiterer Hauptgrund daneben sind auch noch Verstopfungen. Auch diese werden sehr oft durch eine einseitige oder unausgewogene und ballaststoffarme Ernährung befördert. Damit ist die gezielte Aufnahme von Ballaststoffen nicht nur ratsam, sondern auch gesund und auf lange Sicht die einzige Methode, sich vielen Krankheiten zu erwehren – hierunter zählen neben Hämorrhoiden, chronischen Durchfällen oder Verstopfungen auch Darmkrebs.

Wie die Ernährung dauerhaft umstellen?

Vielen Personen, die es Zeit ihres Lebens nicht anders kannten, als sich schlecht und unausgewogen zu ernähren, kann es sehr schwer fallen, aus diesem Habitus rauszukommen. Darum ist es für solcherlei Menschen nicht selten erforderlich, sich professionelle Hilfe zu suchen. Am besten ist man mit der der Konsultation eines Diätologen oder eines Ernährungswissenschaftlers beraten. Diese Personen haben es sich zum Beruf gemacht, andere Menschen darin zu beraten, welche Lebensmittel für sie am besten sind und wie sie ein gesundes Leben führen können, ohne dabei auf Geschmack verzichten zu müssen. Sicherlich findet man solche Ratschläge auch im Internet und in der einschlägigen Fachliteratur – man sollte hierbei allerdings niemals vergessen, dass es sich allein um allgemeine Hinweise handeln kann. Nur das Vieraugengespräch zwischen dem ausgebildeten Fachmann und der sich Hilfe erhoffenden Person kann dazu dienen, einen maßgeschneiderten und somit effektiven Ernährungsplan zu erstellen.

Ist dieses geschehen gilt vorallem eines: Disziplin zeigen und Willensstärke beweisen. Ein Übergang hin von Junk Food zu einer gesunden Ernährung nicht niemals einfach. Die Verlockungen des einfachen Essens lauern überall auf einen. Im Supermarkt, in der Werbung, in der Innenstadt und an der Autobahn. Darum muss man lernen, nein zu sagen und stark zu bleiben, wenn einem die eigene Darmgesundheit am Herzen liegt.

Wer er also schafft, seine Ernährung dauerhaft umzustellen, der wird bald schon immense Fortschritte beobachten können. Das Stuhlgang fällt einem nicht nur leichter, sondern der Gang zur Toilette ist auch stark verkürzt und schlicht einfacher. Dazu kommt der Umstand, dass die Darmgesundheit, wie bereits mehrfach erwähnt, zunimmt. Die Chance, an Hämorrhoiden zu erkranken sinkt merklich ab, teilweise bis um 80%. Dasselbe gilt auch für viele andere Darmerkrankungen und Magenleiden. Darum sollte man nicht zögern und seine Ernährung zwecks einer Verbesserung der Lebensqualität sofort und dauerhaft umstellen. Der Körper und allen Organen voran der Darm werden dafür dankbar sein.

Sitzbäder

Sitzbädern wohnt etwas beinahe schon Antikes inne. Nicht viele Personen gehen dieser Tätigkeit nach und die meisten Menschen kennen diese Praktik, wenn überhaupt, nur aus Omas Erzählungen oder von alten medizinischen Kupferstichen. Dabei ist dieses Vorgehen nicht nur probat, sondern wird auch von Ärzten und Medizinern empfohlen, um mit den Hämorrhoiden und den daraus hervorgehenden Symptomen fertig zu werden.

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Sitzbäder das erste Mittel, dessen sich viele Menschen bedienten, wenn sie merkten, dass bei ihnen Hämorrhoiden ausgebrochen waren. Diese Praktik scheint heutzutage jedoch etwas ins Hintertreffen geraten zu sein. Die Gründe hierfür sind nur schwer nachzuvollziehen. Erfreulich ist es jedoch, dass man die Anwendung dieses guten alten Hausmittels immer häufiger beobachten kann. Erfreulich ist es deswegen, weil es nicht nur schonend und ressourcenschonend ist, sondern tatsächlich auch hilft. Darüber hinaus ist es auch noch sehr einfach anzuwenden und damit jedem Laien zugänglich. Selbst Personen, die nicht auf Hausmittel setzen und nur ihren Ärzten und den von denselben verschriebenen Medikamenten vertrauen, wenden diese Methode der Heilung immer häufiger an. Des Weiteren empfehlen auch sehr viele Heilpraktiker die Ausführung von Sitzbädern im Falle eines Ausbruchs von Hämorrhoiden.

Alles in allem ist diese Methodik also etwas für jedermann. Dabei kommt es nicht darauf an, in welchem Stadium der Krankheit man sich befindet oder inwieweit man bereits über äußere Hämorrhoiden verfügt oder nicht. Auch Geschlecht und Alter spielen bei diesem Heilmittel keine Rolle.

Wie gehe ich bei einem Sitzbad korrekt vor?

Ein Sitzbad ist, wie bereits mehrfach erwähnt, eine denkbar simple Prozedur. Man fülle seine Badewanne oder in Ermangelung einer solchen einen Zuber oder ähnliches etwa eine Hand breit mit lauwarmem Wasser – hierbei ist es wirklich sehr wichtig, dass das Wasser lauwarm ist. Zu warmes und zu kaltes Wasser verfehlen oftmals den optimalen Heilungseffekt. Ist dies geschehen, entkleide man sich und hocke sich in das Wasser. Dabei ist es wichtig, dass die Gesäßbacken nicht den Grund der Wanne oder des Zubers berühren. Man muss in die Hocke gehen, sodass der Anus zwar im Wasser ist, man selbst aber nicht auf dem Grund aufsitzt. Am einfachsten lässt sich das bewerkstelligen, indem man die Beine sehr stark anwinkelt und sich somit in eine hockende Position begibt. Berühren die Gesäßbacken oder gar der After den Grund der Wanne, ist die Anwendung als Verfehlt anzusehen und ggf. abzubrechen. Dies liegt daran, dass der Druck des Sitzens, die Hämorrhoiden fordert, bzw. belastet. Somit ist es nicht mehr möglich, die durch das Sitzbad zu beruhigen oder gar zu heilen.

Des Weiteren ist es nicht nur möglich, sondern auch empfehlenswert, dem Wasser, das man für das Sitzbad benutzt, Zusätze beizugeben. Insbesondere Kamille und Lavendel bieten sich hierbei besonders an. Beide Substanzen beruhigen den Anus und somit auch die Hämorrhoiden. Somit erreicht man nicht nur eine Reinigung, sondern auch eine Beruhigung und folglich eine Verbesserung der allgemeinen Heilungschancen. Aber auch anderen Zusätze können sehr förderlich und gut sein. An dieser Stelle ist ein wenig Experimentierfreude erlaubt. Allein von chemischen Zusätzen sollte man nach Möglichkeit absehen. Man weiß niemals, was diese genau enthalten und ggf. ist es möglich, dass sie das Leiden verschlimmern, anstatt es zu verbessern.

Zusätzlich gilt es zu beachten, dass ein solches Sitzbad niemals länger als 15 Minuten dauern sollte. Zwar sollte es auch nicht zu kurz sein – mind. 10 Minuten sind zu empfehlen, aber ein Übertreiben der Zeit ist von wenig Nutzen für den Anwender. Ein solches Vorgehen weicht die Hämorrhoiden und den Bereich des Afters zu stark auf und machen sie anfällig für weitere Erreger. Darüber hinaus ist nach dieser Zeit auch das Badewasser sehr stark kontaminiert, sodass man sich nicht viel länger bedenkenlos darin aufhalten kann.

Ist die Prozedur abgeschlossen gilt es, dass man sich gründlich abtrocknet. Dies schließt vorallem den After und ggf. die äußeren Hämorrhoiden mit ein. Hierzu bediene man sich einen saugfähigen, aber sehr weichen Tuchs. Man sollte nicht zu stark reiben. Dies verursacht in den meisten Fällen nur eine unnötige Belastung, die dem positiven Effekt des Sitzbades entgegenwirken würden.

Ein solches Sitzbad kann man bis zu vier Mal täglich bedenkenlos wiederholen. Viele Patienten schwören auf eine solche Anwendung kurz nach Verrichtung des Stuhlganges. Auf diese Art und Weise können sie ihren After nicht nur gründlich und zusätzlich reinigen, sondern auch den zumeist im Rahmen des Defäkierens auftretenden Schmerzen entgegenwirken. Hiervorn dürften folglich die meisten Betroffenen profitieren.

Dennoch sollte man bedenken, dass dieses Hausmittel eine schulmedizinische Behandlung nicht zu ersetzen imstande ist. Die Hämorrhoiden können durch Sitzbäder nicht geheilt werden. Nichtsdestoweniger können sie dabei helfen, die Schmerzen und den oftmals entstehenden Juckreiz effektiv zu bekämpfen.

Verwendung des richtigen Toilettenpapiers

Ein weiteres sehr großes Problem bei Hämorrhoiden ist die Verwendung des falschen Toilettenpapiers durch den Betroffenen selbst. Die meisten Menschen sind daran gewöhnt, ihren After mit trockenem Papier zu reinigen und sie sehen keinerlei Veranlassung dazu, dieses Verhalten zu ändern. Das ist allerdings grundlegend ineffektiv. Insbesondere in Bezug auf Hämorrhoiden. Denn trockenes Toilettenpapier hat zwar unbestreitbare Vorteile, dennoch ist sein feuchter Counterpart nicht weniger effektiv und darüber hinaus auch oftmals noch wesentlich schonender in der Anwendung.

Dies gilt nicht nur für bereits mit Hämorrhoiden geplagte Personen, sondern auch für alle anderen Menschen. Feuchtes Toilettenpapier hat sehr viele Vorteile gegenüber der trockenen Variante – selbst der Preis, der viele Menschen auf lange Sicht hin abschreckt, ist in direktem Vergleich mit den besseren Trockenpapiersorten vergleichbar und somit nicht spürbar höher. Darüber hinaus ist die Kombination von feuchtem und trockenem Toilettenpapier auch möglich und sehr empfehlenswert. Auch damit sind die Kosten durchaus überschaubar und dürften die allgemeinen Ausgaben für Analhygiene nicht über die Maßen in die Höhe treiben. Alles in allem sollte man sich durch den Kostenfaktor also nicht abschrecken lassen.

Es ist weiterdings zu bemerken, dass eine regelmäßige Verwendung von feuchtem Toilettenpapier den After dauerhaft entspannt. Dennoch sollte man es nicht unterlassen, nach Abschluss der Reinigung den After mit Trockenpapier abzutrocknen. Ein Nasser Anus ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein potentieller Herd für eine Vielzahl von Erregern.

Alles in allem also ist jedem dazu geraten, ob an Hämorrhoiden leidend oder nicht, trockenes Toilettenpapier mit der feuchten Variante zu substituieren oder zumindest verstärkend hinzuzuziehen. Man kann dadurch nur profitieren. Allerdings ist darauf zu achten, dass das verwendete Produkt keine Alkohole oder schädliche Substanzen beinhaltet, die den Heilungsprozess ggf. aufhalten oder einschränken könnten. Ansonsten gibt es weniges, was man beachten müsste.

Alternative: Feuchte Lappen

Bei besonders schmerzhaften äußeren Hämorrhoiden kann es geschehen, dass Betroffene nicht mehr dazu in der Lage sind, ihren Anus ausreichend zu reinigen. Dies liegt nicht nur an den teilweisen immensen Schmerzen, die bei diesem Vorgang entstehen können, sondern auch daran, dass die äußeren Hämorrhoiden eine Reinigung schlicht nicht mehr zulassen. Zumindest nicht in dem Maße, in dem es nötig wäre. Aber auch solchen Patienten kann geholfen werden. Es ist an dieser Stelle empfehlenswert, wenn man sich anal mit feuchten Lappen reinigt.

Hierzu gebe man einen sehr weichen Lappen, vornehmlich Flanell, in ein Gefäß gefüllt mit lauwarmen Wasser und lasse ihn gut einweichen. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass man den Lappen vor dem Reinigungsprozess nicht ausdrückt. Es ist wichtig, dass das Wasser frei austreten kann, um ggf. Kot sanft abzuspülen. Bei Bedarf ist es ebenso möglich, dem Wasser Kräuter zuzusetzen. Insbesondere Kamille bietet sich an dieser Stelle an.

Nun führe man den vollgesogenen Lappen an den After und reinige diesen damit. Dies wird wesentlich angenehmer sein, als die Verwendung von Trockenpapier und sogar von feuchten Toilettenpapier. Des Weiteren sollte man beachten, dass man die Lappen nicht mehrfach anwenden sollte. Zumindest nicht, ohne sie zwischendurch gründlich zu reinigen. Durch den direkten Kontakt mit den Hämorrhoiden gelten die Lappen als medizinisch kontaminiert und bedürfen folglich einer speziellen und sehr tief gehenden Reinigung. Ein Abkochen derselben ist daher empfehlenswert. Wer es vorzieht, kann die Lappen auch nach einmaliger Benutzung in den Müll geben. Man sollte sie aber auch hierbei separat verpacken, um keine Keime in den Müll zu bringen, an denen sich die Müllfachleute bei der späteren Aufbereitung anstecken können.

Alles in allem ist diese Methode sehr schonend, aber auch vergleichsweise aufwändig und mit etwas höheren Kosten verbunden, als die herkömmlichen Vorgehensweisen. Darum ist die Anwendung dieses Mittels nur über einen zeitlich begrenzten Zeitraum empfehlenswert.

Adäquate Reinigung der Afterregion

Wie bereits mehrfach erwähnt, ist es von allerhöchster Wichtigkeit, den After und die Afterregion sehr sauber zu halten. Hierdurch bewirkt man nicht nur, dass die Krankheit sich allgemein langsamer entwickelt, man kann sogar dafür sorgen, dass sie gar nicht erst entsteht oder falls sie schon vorhanden ist, zurückgeht. Eine mangelnde Analhygiene dagegen sorgt zumeist dafür, dass die Hämorrhoiden und die damit einhergehenden Symptome immer schlimmer werden. Darum ist jedem dazu geraten, die für ihn richtige Methode zu finden, seinen Anus rein und sauber zu halten.

Zwecks Bewerkstelligung einer adäquaten Reinigung sind im vorangegangenen Text schon einige hilfreiche Dinge genannt worden. Dennoch gibt es natürlich wesentlich mehr. An dieser Stelle ist etwas Experimentierfreude durchaus angebracht.

Beispielsweise ist es möglich, ein Bidet zu nutzen oder sich den After nach dem Gang zur Toilette mithilfe der Duschbrause zu reinigen. Das mag vergleichsweise aufwändig sein, hilft aber dabei, den Anus sauber zu halten und somit die Gefahr von Hämorrhoiden einzudämmen. Des Weiteren sollte man den Ausfluss von äußeren Hämorrhoiden nicht unterschätzen – dieser kann jederzeit auftreten und es notwendig machen, sehr häufig die Unterhosen zu wechseln. Zwar kann die Reinigung des Afters mit Wasser das Auslaufen von Wundflüssigkeiten und / oder Blut nicht verhindern, aber zumindest kann man davon ausgehen, dass die Unterwäsche nicht nur etwaige Restbestände verschmutzt wird.

Überhaupt ist die Verwendung von fließendem Wasser sehr stark zu empfehlen. Da auf diese Weise nicht nur eine sehr gründliche Reinigung vorgenommen wird, sondern auch die Keime und Erreger weggespült werden. Das erhöht neben dem Komfort auch noch die allgemeine Hygiene und somit gleichzeitig den eigenen Schutz sowie den Schutz der Umwelt.

Abschließende Bemerkungen

Wie man den vorangegangen Ausführungen entnehmen konnte, zielen die gängigen Hausmittel in erster Linie darauf ab, den Anus und den After sauber zu halten. Dies dient zwar nicht der direkten Heilung, sondern „nur“ einer Linderung der Symptome. Nichtsdestotrotz sind die Hausmittel Gold wert. Jeder Mensch, der schon einmal an Hämorrhoiden litt, wird das bestätigen können.

Da die zur Verfügung stehenden Hausmittel jedoch von beinahe unendlicher Vielzahl sind, konnten natürlicherweise nicht alle genannt werden. Darum im folgenden noch einmal eine kleine Übersicht, der bereits genannten sowie einiger zusätzlicher Ansätze zur Bekämpfung dieses Gebrechens:

  • Ballaststoffreiche Ernährung: Die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen durch die Ernährung ist von maßgeblicher Wichtigkeit, um bereits das Entstehen von Hämorrhoiden verhindern zu können. Durch das Essen von Früchten, Gemüsen und Vollkornprodukten wird der Stuhl insgesamt weicher, wodurch Anus und Schließmuskel beim Ausscheiden desselben stark entlastet werden. Darüber hinaus kommt es durch eine solche Ernährungsumstellung zu häufiger auftretender Flatulenz, was ebenfalls zur Darmgesundheit beiträgt.
  • Ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten: Es ist für die Elastizität und Struktur des Kots von großer Bedeutung, dass man den Körper stets und stetig mit ausreichenden Mengen an Flüssigkeit, vornehmlich Wasser, versorgt. Alkoholika, Kaffee, schwarzer Tee oder verzuckerte Getränke üben hierbei einen eher negativen Effekt auf die Beschaffenheit des Stuhlgangs aus und sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Nicht zu stark pressen: Viele Menschen machen den Fehler, dass sie beim gang zur Toilette zu starken Druck ausüben und den Kot damit aus dem Leib „zwingen“. Das ist eine Unart und ist dringend zu unterlassen. Hierdurch erhält sich der Druck auf die Gefäße im Bereich des Enddarms und verengt selbigen somit nur noch mehr. Ein langsames aber gezieltes Abscheiden von Stuhl ist die wesentlich gesündere Alternative.
  • Den Toilettengang nicht aufschieben: Sobald man den Drang verspürt, Stuhl abzuscheiden, sollte man diesem auch nachgehen. Wartet man zu lange, kann es geschehen, dass der Stuhl verhärtet und somit im Endeffekt schwerer auszulassen ist.
  • Sportliche Betätigung: Wer ausreichend Bewegung hat, der vermeidet Verstopfungen und erhöhten Venendruck, die beide Auslöser für Hämorrhoiden sein können. Ebenso verliert man hierdurch an überschüssigem Gewicht, das ebenso eine mögliche Ursache für die Entstehung der vorliegenden Krankheit ist.
  • Langes Sitzen vermeiden: Man sollte nicht zu lange am Stück sitzen. Dies erhöht den Druck auf die Gefäße im Enddarm und begünstigt somit Hämorrhoiden. Daher ist es empfehlenswert, wenn man hin und wieder kurz aufsteht und sich etwas lockert. Insbesondere Büroangestellte, sollten sich dieses Mittels bedienen.
  • Sitzbäder – Kurze, häufige Sitzbäder konnten sich als sehr probate Mittel gegen Hämorrhoiden beweisen. Hierfür setze man sich drei bis vier Mal pro Tag in klares lauwarmes Wasser und lasse den Anus in selbigem einweichen. Hernach sollte man die betroffene Region gründlich, aber vorsichtig abtrocken und die Anwendung später am Tage wiederholen.
  • Feuchtes Toilettenpapier – Feuchtes Toilettenpapier hilft bisweilen wahre Wunder. Bereits die alten Ägypter weichten feine Leinentücher über Nacht in eine Mischung aus Wasser und Kräutern ein, um damit ihren Anus pflegend und schonend reinigen zu können. Heutzutage hat man es mit vorverpacktem feuchten Toilettenpapier wesentlich einfacher. Man sollte lediglich darauf achten, dass weder Alkohol noch Parfüm im selbigen enthalten sind und man nach der Anwendung den Anus gut mit regulärem Papier abtrocknet.
  • Kühlung – Es kann sich als sehr nützlich zeigen, die Hämorrhoiden zu kühlen. Hierzu dienen Ice-Packs, Eiswürfel oder ähnliches. Dies lindert nicht nur den Schmerz, sondern sorgt auch für einen nachweisbaren Rückgang der Erkrankung selbst. Allerdings sollte man diese Anwendung lediglich extern vornehmen und auf eine innerliche Kühlung verzichten.
  • Reinigungstherapie: Hierfür bedient man sich spezieller Lotionen oder Absude, die zur Reinigung des Anus anzuwenden sind. Diese können in Form eines Sitzbades oder durch Einreiben aufgebracht werden.
  • Nackttherapie: Einige Heilpraktiker bieten eine besondere Therapieform an, die beinhaltet, dass von Hämorrhoiden betroffene Personen sich nackt durch die Natur bewegen. Dies soll positiven Einfluss auf die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers ausüben.
  • Kosmetische Behandlungen: Vorallem im nordindischen Raum finden sich viele Heilpraktiker, die Behandlungen kosmetischer Natur gegen Hämorrhoiden einsetzen. Hierzu gehören Schlammpackungen, Entfernungen überschüssigen Gewebes und gezielte Reinigung. Diese Art des Vorgehens ist seitens der Medizin wenig erforscht, aber dennoch schwören viele Personen auf diese für uns Europäer befremdlich wirkende Methode der Heilung.

Heilkräuter und ätherische Öle

  • Berberritze
  • Bärlapp
  • Eiche
  • Kamille
  • Quecke
  • Schöllkraut

Die oben genannten Heilkräuter sind, anders als häufig üblich, in Form einer Salbe am wirksamsten. Hierfür sind selbige in zerlassenes Schmalz zu geben und dieses aushärten zu lassen. Daraufhin kann man es auf die betroffenen Stellen auftragen. Ebenso ist es allerdings möglich, aus den Kräutern einen Absud herzustellen und diesen als Grundlage für ein Sitzbad zu gebrauchen.

Tees und Aufgüsse aus den erwähnten Kräutern können hilfreich für die Darmgesundheit sein, weisen aber nicht dieselbe Effektivität auf, wie die anderen Anwendungsformen.

  • Myrte
  • Zypresse
  • Lavendel
  • Nelke
  • Rosenessenz
  • Teebaumöl

Anders als häufig, entfalten diese Öle nicht im Rahmen einer Aromatherapie ihre größte Wirkung, sondern durch direktes Auftragen. Dazu gebe man die besagten Öle tropfenweise auf einen weichen Lappen oder einen Wattebausch und betupfe damit die betroffenen Stellen mehrmals täglich.

Es ist jedoch sehr wichtig, ich im Vorfeld über gewisse Allergien zu informieren, da ätherische Öle sehr stark konzentriert sind und man somit einfach allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen kann. darüber hinaus sollte man es mit der Anwendung nicht übertreiben. Drei Mal tägliches Abtupfen sollte ausreichen.

Unser Fazit!

Wer sich also an diese Tipps hält oder sich vergleichbarer Mittel bedient, der ist durchaus dazu in der Lage, die Symptome, die im Rahmen einer Erkrankung mit Hämorrhoiden entstehen, wirksam zu bekämpfen. Dennoch sollte man eine schulmedizinische Behandlung nicht vernachlässigen! Nur eine solche kann es einem ermöglichen, eine vollständige Heilung von diesem unangenehmen Gebrechen zu erlangen.

Nichtsdestotrotz sind Hausmittel zusätzlich zur ärztlich verordneten Behandlung sehr gut und können bisweilen wahre Wunder wirken.

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
39 votes, average: 4,60 out of 539 votes, average: 4,60 out of 539 votes, average: 4,60 out of 539 votes, average: 4,60 out of 539 votes, average: 4,60 out of 5 (39 Stimmen, Durchschnitt: 4,60 von 5, bewertet)
Loading...