Ernährung

Wie ernähre ich mich bei Hämorrhoiden richtig?

Eine gesunde Ernährung ist für die Darmgesundheit von äußerster Wichtigkeit. Dies gilt in erhöhtem Maße auch für Hämorrhoiden, da diese nicht ausschließlich im Darm, sondern auch in Bereich des Anus auftreten und den Organismus somit doppelt belasten können.

Einer Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, sollte das Hauptaugenmerk von potentiell Betroffenen oder regulär Betroffenen gelten. Diese bewirkt wahre Wunder und ist darüber hinaus nicht nur gut gegen Hämorrhoiden, sondern versteht es, die gesamte Gesundheit des Menschen zu befördern und zu stärken.

Ballaststoffreiche Lebensmittel

.. Typische Lebensmittel die besonders Reich an Ballaststoffen sind, können sein:

  • Haferflocken
  • Vollkornbrot
  • Dinkelbrot
  • Mais
  • Knäckebrot
  • Fenchel
  • Brokkoli
  • Kresse
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Nektarine
  • Brombeeren
  • Alle Hülsenfrüchte
  • Alle Nüsse

Die oben genannten Lebensmittel sind nur eine kleine Auswahl der ballaststoffreichen Vertreter ihrer Gattung. Bei genauerem Interesse, bietet es sich an, einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler zu konsultieren. Diese können einem dabei helfen, einen perfekt zugeschnittenen und individuellen Ernährungsplan zu erstellen.

Es gibt darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Symptome des vorliegenden Leidens mittels Ernährung zu lindern. Dafür muss zunächst das eigene Essverhalten genau untersucht werden. Schlechte und ungesunde Gewohnheiten abzubauen, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Hier hilft eine professionelle Ernährungsberatung. In dieser wird zudem ermittelt, welche Lebensmittel im Einzelnen Probleme verursachen. Häufig handelt es sich dabei um Nahrungsmittelallergene wie zum Beispiel Nüsse, Eier, Senf oder Milch.

Item lassen sich einige Vorkehrungen treffen, die allgemeingültig sind: Essen Sie langsam und kauen Sie die Nahrung gut durch. Zudem sollten die Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen, denn große Portionen können leicht zur erneuten Überreizung führen. Das gilt ebenso für sehr fette Speisen. Einige Lebensmittel sind zwar gesund und reich an Vitaminen, lassen sich allerdings nur schwer verdauen.

Hierzu gehören unter anderem Pilze, Oliven oder Zwiebeln. Besonders wer zu Blähungen neigt, vermeidet besser auch Kohl und Hülsenfrüchte, da diese besonders gasbildend sind. Vorteilhaft ist es des Weiteren, über den Tag verteilt viel zu trinken, auf koffeinhaltige, gezuckerte und alkoholische Getränke dabei aber zu verzichten. Experten empfehlen circa eineinhalb bis drei Liter Wasser am Tag.

Empfohlene Lebensmittel

Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Achtung bei folgenden Lebensmitteln

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch Krankheiten belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können, wie bereits erwähnt, einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Abschließende Bemerkungen

Wie aus den oben aufgeführten Beobachtungen ersichtlich wird, ist die Ernährung ein essentieller Bestandteil der Therapie von Hämorrhoiden. Dabei geht es nicht alleine um eine prophylaktische Art der Nahrungsaufnahme, die zur Folge haben soll, dass es erst gar nicht zur Ausbildung des vorliegenden Gebrechens kommt, sondern auch darum, bereits vorhandene krankhaft veränderte Hämorrhoiden nicht weiter durch die falsche Ernährung in ihrer Entwicklung zu befördern. Denn schließlich und endlich werden die meisten von uns als Nahrung aufgenommenen Lebensmittel zu Kot weiterverarbeitet.

Zwar ist davon auszugehen, dass essentielle und wichtige Bestandteil zuvor aus der Nahrung heraus gesondert werden, nichtsdestoweniger aber, behalten viele Lebensmittel auch in der Form von Stuhlgang einige ihrer vorherigen Eigenschaften bei. Somit kann die Aufnahme einiger Viktualien dazu führen, dass sie den Darm besonders stark reizen. Um diesem Schicksal zu entgehen und gleichzeitig die daraus entstehenden zusätzliche Belastung zu verringern, ist es also von Vorteil, wenn man sich grundsätzlich gesund und nachhaltig ernährt.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt rund um die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist das eventuell daraus resultierende Übergewicht. Übergewicht oder Adipositas kann für sehr viele Leiden verantwortlich sein. Darunter zählen unter anderem auch Hämorrhoiden. Zwar muss ein übergewichtiger Mensch nicht zwanghaft auch immer an Hämorrhoiden leiden, dennoch liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür recht hoch. Die Gründe hierfür sind vielerlei Natur und bereits im vorliegenden Text erklärt worden.

Nichtsdestoweniger sollte auch an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden, dass es gilt, Übergewicht um jeden Preis zu vermeiden. Zumindest wenn es um allzu starkes Übergewicht geht. Ein bisschen Übergewicht dagegen ist kaum schädlich und wird von manchen Medizinern sogar als sehr gesund und optimal angesehen. Dennoch sollte man nicht versuchen, sich seine überschüssigen Pfunde anhand dieser Aussage schön zu reden. Wenn man zu dick ist, ist man einfach zu dick – daran führt kein Weg vorbei. Man sollte darum darob nicht untätig bleiben und sich so schnell als möglich bekümmern, an Gewicht zu verlieren.

Ebenso gilt es im Rahmen der eigenen Ernährung auf das Trinkverhalten zu achten. Viele Menschen denken, dass sie trinken könnten, was sie wollten, wenn sie sich nur gesund ernährten. Das ist natürlich nicht nur vollkommener Unsinn, sondern auch noch potentiell sehr gefährlich. Insbesondere dann, wenn man Kaffee, Limonade und Alkoholika in rauen Mengen zu sich nimmt. Auch Getränke können einen massiven negativen Einfluss auf den Darm und die damit einhergehende Darmgesundheit ausüben. Es gilt also an dieser stelle, das geeignete Equilibrium zwischen Getränken und Nahrung zu finden und es mit keiner der Substanzen allzu sehr zu übertreiben.

Alles in allem also bleibt zu sagen, dass eine gesunde Ernährungsweise zwar keinen 100%igen Schutz zu bieten imstande ist, man aber die Chancen auf das Ausbilden krankhaft veränderter Hämorrhoiden dadurch deutlich senken kann. Darum sollte dieses Vorgehen im Interesse eines jeden Menschen liegen und man sollte sich stets und stetig dahingehend bemühen, sich nicht gehen zu lassen und ein für einen geeignetes Gewicht zu halten. Hiervon profitieren Körper und Geist gleichermaßen und das Risiko an vielerlei Krankheiten zu leiden, senkt sich enorm ab.

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