Symptome

Hämorrhoiden Symptome

Hämorrhoiden Symptome 1. Grades

Hämorrhoiden 1. Grades Fotolia / bilderzwerg

Die Symptome bei Hämorrhoiden hängen von dem Grad der Erkrankung ab. So ist im ersten Stadium meist nichts viel zu merken, während es im weiteren Verlauf zu großen Schmerzen kommen kann und die Symptome immer gefährlicher werden. Deswegen ist es ratsam, die ersten Anzeichen ernst zu nehmen und einen Arzt aufzusuchen.

Im ersten Grad der Krankheit sind die Symptome kaum erkennbar. Die Ausstülpungen des hämorrhoidalen Schwellkörpers sind von außen meist nicht zu sehen. Die erkrankte Person spürt in den wenigsten Fällen Schmerzen, da die Afterschleimhaut schmerzunempfindlich ist. Die ersten Anzeichen sind Juckreiz und hellrotes Blut im Stuhl, das auch auf dem Toilettenpapier erkennbar sein kann.

Hämorrhoiden Symptome 2. Grades

Hämorrhoiden 2. Grades Fotolia / bilderzwerg

Die Symptome des zweiten Grades sind jedoch schon deutlicher. Betroffene klagen über Schmerzen, Blutungen, Brennen, Juckreiz und Nässen im Bereich des Afters. Auch kann es vorkommen, dass nach dem Stuhlgang ein Gefühl auftritt, dass die Entleerung noch nicht vollständig vonstattenging oder sich ein Fremdkörper im After befindet. Selbst Blutgerinnsel können entstehen, die zu einem Verschluss der Venen führen, was äußerst gefährlich werden kann.

Hämorrhoiden Symptome 3. Grades

Hämorrhoiden 3. Grades
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Während des dritten und vierten Grades der Krankheit verstärken sich die Symptome und müssen unbedingt ärztlich behandelt werden. Die entstandenen Hämorrhoidalknoten können sich während des Stuhlgangs vor die Afteröffnung bewegen und anschließend nicht wieder zurückziehen.

Die Schmerzen und der Juckreiz werden schlimmer und die Betroffenen klagen die gesamte Zeit über ein Fremdkörpergefühl. Die Blutungen werden stärker und es wird Schleim abgesondert, welcher anschließend auf der Unterwäsche zu finden ist. Auch fällt es den erkrankten Personen schwer den Stuhlgang vollkommen zu kontrollieren, was zu Stuhlschmieren führt. Die Symptome können an diesem Punkt nicht mehr ignoriert werden.

Hämorrhoiden Symptome 4. Grades

Hämorrhoiden 4. Grades
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Hämorrhoiden sind im Anfangsstadium nicht gefährlich und können gut behandelt werden. Deswegen sollte jeder seine falsche Scham ablegen und schon bei den ersten Symptomen einen Arzt aufsuchen, denn dieser weiß Rat und verschreibt die nötigen Medikamente und Salben, um möglichst schnell diese unliebsame Krankheit zu besiegen.

Es besteht die Vermutung, dass eine genetische Veranlagung für die Entstehung von Hämorrhoiden verantwortlich gemacht werden kann. Zahlreiche Menschen leiden an einer Schwäche der Wände von Blutgefäßen. Sie ist angeboren und in vielen Fällen auch bei von Hämorrhoiden Betroffenen feststellbar. Als Bestätigung hierfür könnte man auch die Tatsache ansehen, dass die Erkrankung insbesondere im höheren Alter häufiger auftritt. Dies wird auf das Nachlassen der Elastizität von den Gefäßwänden zurückgeführt. Zu den Risikopatienten zählen zudem Menschen, welche sowohl im Beruf, als auch im privaten Leben häufig sitzen.

Eine Entstehung von Hämorrhoiden wird dadurch begünstigt, ebenso wie Darmträgheit, zusätzlich kann es zu Blutstauungen unterhalb der Hüfte kommen. Auch chronische Verstopfungen, die insbesondere die Personen betrifft, welche sich zu ballaststoffarm ernähren, wenig trinken, nicht ausreichend bewegen und eine sitzende Arbeit ausführen, gehören dazu. Aus diesen Gründen wird eine geringere Menge Stuhl produziert, die den Enddarm sowie die Darmwand kaum ausdehnen. Dadurch können sich Probleme bei der Stuhlentleerung ergeben, denn der Drang dazu ist schwach, so dass langes und starkes Pressen erforderlich ist. Dieses wiederum sorgt für eine Druckerhöhung in der Anal- und Darmregion.

Wer nun über einen längeren Zeitraum zu Abführmitteln greift, kann das Risiko der Entstehung von Hämorrhoiden jedoch erhöhen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Darmtätigkeit, der Stuhl wird dünnflüssig, es entsteht eine Hemmung des normalen Dranges zur Stuhlentleerung. Dadurch entsteht eine Hinderung des Trainings vom Verschlusssystem des Afters. Ein weiterer Risikofaktor ist Übergewicht. Es ist in einer Vielzahl an Fällen bei der Entstehung von Hämorrhoiden beteiligt.

Das höhere Gewicht kann auf den Enddarm drücken, wodurch die Zirkulation des Blutes eingeschränkt wird, was wiederum zu einer Erweiterung der Gesäßpolster in der Analregion führen kann. Aus den gleichen vorliegenden Gründen tauchen oftmals auch bei einer Schwangerschaft Hämorrhoiden auf. Hinzu kommt, dass die Hormonumstellung das Bindegewebe lockert, um mehr Raum für das ungeborene Kind zu schaffen und für den Geburtsvorgang bereit zu sein. Zu guter Letzt sei noch ein sehr straffer Schließmuskel erwähnt, welcher ebenfalls für die Entstehung von Hämorrhoiden zur Verantwortung gezogen werden kann.

Überblick: Die häufigsten Hämoriden Symptome

Hämorrhoiden-Symptome: erste Anzeichen

  1. Juckreiz, Schmerz, Brennen und Empfindlichkeit am Anus bzw. des Anus
  2. Helles Rot beim „abputzen“ nach dem Stuhlgang
  3. Blut und / oder Schleim beim Stuhlgang
  4. Das Gefühl, auf Toilette gehen zu müssen, allerdings ohne bzw. mit wenig „Resultat“
  5. Das Gefühl, dass der Darm stets nicht komplett entleert ist
  6. Ein drückendes als auch schmerzhaftes Gefühl, wenn die Hämorrhoiden nach außen treten
  7. Ein Knubbel an der Wand des Anus
  8. Eine sichtbare, schmerzhafte, blaue Schwellung der Größe einer Traube am Anus
  9. Sitzen ist fast nicht mehr möglich – es handelt sich vermutlich um das Blutgerinnsel
  10. Stuhlinkontinenz.

Fortgeschrittene Hämorrhoiden-Symptome

Je nach Ausprägung und Grad können unterschiedliche Beschwerden auftreten, so zum Beispiel:

  1. schmerzlose Blutungen bei der Stuhlentleerung, die sowohl als Stuhlauflagerung oder auch als tropfende Blutungen auftreten können
  2. Brennen, Juckreiz (Pruritus), entzündlich gerötete Haut und Nässen im Afterbereich
  3. das Gefühl unvollständiger Entleerung nach dem Stuhlgang
  4. unwillkürlicher Abgang von Schleim oder Stuhl
  5. ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im Analbereich
  6. bei vergrößerten Hämorrhoiden im fortgeschrittenen Stadium: (starke) Schmerzen

Hämorrhoiden Symptome nach Graden

Hämorrhoiden 1. Grades:

  • äußerlich nicht sichtbar und tastbar
  • äußern sich in leichter Schwellung und mitunter auch mit Juckreiz und Schmerzempfindungen im Analbereich
  • die Gefäßpolster sind vergrößert.

Hämorrhoiden 2. Grades

  • werden bei der Stuhlentleerung herausgepresst, ziehen sich aber von selbst wieder zurück
  • auffällig ist mitunter der Abgang von hellrotem Blut mit dem Stuhl
  • starker Juckreiz, Brennen und Schleimabsonderungen sind weitere Merkmale.

Hämorrhoiden 3. und 4. Grades

  • können sich nicht mehr selbstständig zurückziehen, sondern allenfalls mit dem Finger zurückgedrückt werden
  • gleiten schon bei körperlicher Anstrengung, Husten oder nach längerem Laufen aus dem After heraus
  • verursachen starke Schmerzen, Nässen und Brennen
  • Blutungen der Analschleimhaut
  • Fremdkörpergefühl im After
  • Entzündungen der Analschleimhaut mit Wundsein.
  • Stuhlinkontinenz

Blutungen während des Stuhlganges

Im Rahmen einer Erkrankung mit Hämorrhoiden kommt es sehr häufig zu ungewollten analen Ausscheidungen von Blut. Das hört sich aber dramatischer an, als es tatsächlich ist. Zumindest in den meisten Fällen. Sicherlich kann blutiger Stuhl auch gefährlich sein, im Falle eines Befalls mit Hämorrhoiden jedoch ist nicht immer automatisch vom Schlimmsten auszugehen. Darüber hinaus gilt es ganz klar zu unterscheiden, ob es sich um eine schmerzhafte oder um eine schmerzlose Blutung handelt.

Schmerzlose Blutungen können jederzeit auftreten, wenn ein Individuum bereits an Hämorrhoiden leidet. Es ist nicht nur im Rahmen des Möglichen, sondern auch sehr wahrscheinlich, dass innenliegende Hämorrhoiden sich hin und an krankhaft öffnen und Blut austreten lassen. Das muss nicht unbedingt kritisch sein. Bisweilen zieht eine solche Ausscheidung von Blut mittels des Stuhls keine weiteren Konsequenzen nach sich. Dennoch sollte man auch hier wachsam bleiben und dieses Symptom nicht auf auf die leichte Schulter nehmen. Jede Art von innerer Blutung ist potentiell gefährlich und lebensbedrohlich. Insbesondere dann, wenn man von größeren offenen Stellen im Innern des Darms ausgehen muss. Solche Wunden können sich sehr leicht entzünden und dann zu einem gravierenden medizinischen Problem werden.

Es ist also bisweilen sehr schwer zu erkennen, wann genau das anale Ausscheiden von Blut kritisch ist und wann nicht. Hier kommt es zudem sehr stark auf das einzelne Individuum an. Manche Personen neigen stärker dazu zu bluten, als andere. Darum sollte man sich, bevor man in Panik verfällt, einige Zeit selbst beobachten, um feststellen zu können, inwieweit man zu der Gruppe der stärker blutenden Personen gehört oder nicht. Des Weiteren ist es notwendig festzustellen, ob man nur während des Stuhlgangs blutet oder auch davon unabhängig. Sollte letzteres der Fall sein, ist das in aller Regel kein besonders gutes Zeichen und man sollte sich schleunigst an einen Arzt wenden.

Auch die Menge des ausgeschiedenen Blutes ist hierbei von großem Interesse. Handelt es sich lediglich um einige Spuren und / oder Tropfen, so ist es zumeist nicht weiter notwendig, einen Mediziner zu konsultieren. Sollte man jedoch bemerken, dass man unverhältnismäßig stark blutet, so ist es am besten, wenn man postwendend bei einem Mediziner vorstellig wird. Es ist jedoch nicht möglich zu definieren, was genau „viel“ Blut ist und was eher „wenig“. Darum sollte man als betroffene Person an dieser Stelle schlicht seinen gesunden Menschenverstand nutzen und eigene Schlüsse ziehen.

Wie bemerke ich Blut im Stuhl?

Bisweilen kann es sehr schwer sein, Blut im eigenen Stuhl zu entdecken. Sollte man jedoch befürchten, dass man Blut über den Anus abscheidet, so gilt es, den eigenen Kot etwas genauer zu untersuchen. Viele Menschen empfinden dies nicht nur als abstoßend, sondern auch als regelrecht ekelerregend. Das ist verständlich. Dazu kommt noch, dass Kot ein oftmals sehr stark mit Viren, Bakterien und anderen Erregern belasteter Stoff ist – darum ist es von höchster Wichtigkeit, die notwendigen Vorsichtmaßnahmen zu treffen und beispielsweise direkten Kontakt mit seinem Stuhl zu vermeiden. Es empfiehlt sich an dieser Stelle die Verwendung von Handschuhen oder speziellen Untersuchungsmaterialien, wie sie auch in der Schulmedizin Anwendung finden.

Zunächst einmal also gilt es, seinen Kot genauer zu betrachten. Hierbei kann es hilfreich sein, wenn man selbigen mit einer sekundären Lichtquelle anstrahlt, um ein sich ein besseres Bild zu verschaffen. Scheint der Kot ungewöhnlich dunkel oder hat eine Tendenz ins Rötliche, sind dies durchaus Indikatoren dafür, dass Blut im Stuhl vorhanden ist. Es ist darüber hinaus empfehlenswert, seinen Stuhlgang regelmäßig auf diese Art und Weise zu untersuchen, um Vergleichswerte zu erlangen. Schließlich und endlich nutzt es einem wenig, wenn man seinen Kot nur einmal betrachtet und sonst keinerlei Kenntnis über die Beschaffenheit desselben hat. Des Weiteren kann es an dieser Stelle sehr nützlich sein, sich einer Kotskala zu bedienen. Beispielsweise die „Bristol Stool Chart“ – diese bietet dem Laien Auskünfte darüber, inwieweit der eigene Stuhl nicht oder doch der Norm entspricht. Darum sind solcherlei Hilfsmittel durchaus förderlich bei der Beurteilung der eigenen Darmgesundheit.

Zudem kann man Blut auch während der Reinigung des Afters feststellen. Es bietet sich daher an, das genutzte Toilettenpapier nicht direkt in die Schüssel zu werfen, sondern es zuvor zu betrachten. Oftmals ist bedeutend einfacher, rote Verfärbungen auf dem weißen Untergrunde zu entdecken, als im Stuhl selbst. Sollte man daher einige Tropfen Blut auf diese Weise auffinden, so ist dies ein sehr sicherer Indikator dafür, dass eine innere Blutung vorliegt. Sollte man bereits an Hämorrhoiden leiden, sind diese zumeist für selbige verantwortlich zu machen. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist die Situation als hochgradig bedenklich einzustufen. Man sollte sich möglichst schnell dem Hausarzt zuwenden und ihn darauf ansprechen. Zwar kann ein anales Abscheiden von Blut sehr profane Ursachen haben, aber auch schwerwiegende Diagnose, wie beispielsweise Darmkrebs sind nicht auszuschließen. Darum sollte man an dieser Stelle keine Zeit ungenutzt verstreichen lassen.

Jucken des Afters

Ein weiteres sehr häufig im Zusammenhang mit Hämorrhoiden auftretendes Symptom ist ein mehr oder weniger starkes Jucken des Afters. Ein solches ist nicht nur sehr unangenehm, sondern in speziellen Fällen auch mit starken hygienischen Gefahren verbunden. Darüber hinaus handelt es sich bei dem auftretenden Juckreiz nicht immer um ein rein äußerliches Phänomen – er kann auch innerlich auftreten. Tritt dieser Fall ein, ist es meist besonders unangenehm und verstörend für den Betroffenen, da er nichts gegen dieses Jucken zu tun imstande ist.

Viele Personen unterschätzen dieses Symptom am Anfang noch. Später jedoch erscheint ihnen dasselbe als das gravierendste von allen. Das ist verständlich, da es sich hierbei um einen dauernden Begleiter handelt, der zu jedweder Zeit spontan auftreten kann und dem man kaum Abhilfe leisten kann, wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet. Aber auch sonst sollte man davon absehen, die juckende Stelle zu kratzen.

Nicht kratzen

Es mag verlockend scheinen, sich bei auftretendem Juckreiz einfach zu kratzen, um sich möglichst zeitnah zum Erscheinen des Symptoms Linderung zu verschaffen. Nichtsdestominder sollte man von solch einem Verhalten tunlichst absehen! Es kann diese Unart durchaus gravierende Nebeneffekte haben, die sich immens negativ auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Ein besonderes Augenmerk sollte man hierbei auf Personen legen, die nicht in der Lage sind, ihre eigenen Handlungen adäquat zu steuern. Im Falle von Hämorrhoiden sind an dieser Stelle insbesondere demenzkranke Menschen zu nennen. Diese sind meist nicht mehr dazu in der Lage, ihre Impulse zu steuern. Es kommt darum häufig zu unterbewussten Reaktionen auf körperliche Reize. Sollte also ein hämorrhoidales Jucken bei demenzkranken Patienten auftreten, können sich diese nicht weiter helfen, als zu kratzen. Das ist jedoch sehr gefährlich.

Es kommt nicht selten vor, dass übermäßiges Kratzen, die ohnehin schon stark überbeanspruchte Haut rund um den After, aufreißen lässt. Es entsteht also eine offene Wunde. Ist dieser Fall eingetreten wird die Situation kritisch. Es ist kaum mehr möglich, eine offene Wunde am After davor zu schützen, durch Kot oder Wundflüssigkeiten aus den Hämorrhoiden selbst kontaminiert zu werden. Es kann also zu teils schwerwiegenden Entzündungen kommen. Diese führen nicht selten wiederum zu einer Sepsis (Blutvergiftung) und bringen den Leidenden damit potentiell in Lebensgefahr. Insbesondere sind an dieser Stelle wieder bettlägerige Patienten anzuführen. Diese sind besonders anfällig für derartige Infektionen. Nicht zuletzt deswegen sollte man als Pflegekraft oder als Person, die eine andere Person privat pflegt, immer auch auf die anale Hygiene des Patienten achten. Dazu zählt vorallem das regelmäßige Wechseln der Windeln (insofern eine solche notwendig ist) und das überprüfen auf etwaige Ausscheidungen von Blut. Zudem sollte man auch nicht vernachlässigen etwaig verschriebene Salben regelmäßig aufzutragen. Diese lindern oftmals den Juckreiz und begrenzen damit die Chancen, dass es zu einem impulsartigen Aufkratzen des Hämorrhoiden kommt.

Ein weiterer Grund dafür, warum man sich nicht an seinen Hämorrhoiden kratzen sollte, auch wenn diese immens stark jucken, ist hygienischer Natur. Hämorrhoiden sind äußerlich wie inner sehr stark kontaminiert. Darüber hinaus ist jeder After mehr oder weniger mit Viren und Bakterien belastet. Dabei spielt die allgemeine Analhygiene nur eine untergeordnete Rolle. Darum ist es potentiell immer gefährlich, sich oder andere Personen im Bereich des Afters zu berühren. Sollte dies einmal jedoch, warum auch immer, nicht zu vermeiden sein, ist es zum Selbstschutz und zum Schutze der Umgebung unablässig, sich die gründlichst die Hände zu reinigen. Unterlässt man ein solches Verhalten ist es nicht nur möglich, sondern durchaus wahrscheinlich, dass man sich selbst oder Personen, die mit einem in Kontakt geraten, mit irgendwelchen Krankheiten ansteckt. Darum sollte eine ausreichend gute Hygiene nach direktem Afterkontakt im Interesse eines jeden Menschen liegen.

Was tun gegen den Juckreiz?

Da der potentiell entstehende Juckreiz sehr stark und unangenehm sein kann, stehen einem diverse Mittel zur Verfügung, derer man sich in Erwehrung desselben bedienen kann. Zunächst einmal gibt es eine Vielzahl von Medikamenten, zumeist Salben, Cremes oder Zäpfchen, die in diesem Falle Abhilfe leisten können. Man hat hierbei zumeist die Wahl zwischen rezeptfreien und rezeptpflichtigen Präparaten. Beide sind ähnlich gut. Dennoch sollte man nach Möglichkeit bei dem Präparat bleiben, das einem vom behandelnden Arzt verordnet wurde. Damit fährt man meistens am sichersten und läuft weniger Gefahr, unangenehme Nebenwirkungen durchmachen zu müssen.

Eine weitere Methode gegen akuten Juckreiz besteht in einer sanften Waschung des Afters, bzw. des Anus. Hierfür nehme man etwas lauwarmes Wasser und einen weichen Lappen und reinige sich damit sanft die juckenden Stellen. Die Emphase liegt hierbei jedoch ganz klar auf „sanft“. Wer zu grob und ruppig vorgeht, mag zwar schnellere Abhilfe leisten, verfehlt aber das Ziel und schadet sich und seiner Analgesundheit damit sehr. Dem zur Reinigung benutzten Wasser können bei Bedarf diverse Zusätze beigegeben werden. Insbesondere Kamille hat sich in diesem Falle bewehrt.

Unfähigkeit zu sitzen

Beinahe alle Betroffenen sind früher oder später unfähig, sich zu setzen. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, fällt es ihnen zumindest sehr schwer und ist darüber hinaus äußerst schmerzvoll. Je nachdem, welchem Beruf man nachgeht, kann dies zu einer immensen Einschränkung führen. Besonders Personen, die einer sitzenden Tätigkeit nachgehen ist dabei geraten, notwendige Schritte zu ergreifen und sich Hilfe zu suchen. Wer sich nämlich trotz der entstehenden Schmerzen hinsetzt und dieselben einfach ignoriert, läuft sehr große Gefahr, das verantwortlich zu machende Leiden, sprich die Hämorrhoiden, zu verschlimmern. Diese Verschlimmerung wiederum führt zu einer noch stärkeren Unfähigkeit sich zu setzen – man könnte also durchaus von einer Art Teufelskreis sprechen.

Alles in allem also ist jedem dazu geraten, Schmerzen beim Sitzen als dringenden Indikator dafür anzusehen, sich Hilfe zu suchen. Zwar kann dieses spezielle Symptom durchaus auch andere Gründe haben, die Wahrscheinlichkeit, dass es auf Hämorrhoiden zurückgeht, ist jedoch sehr groß. Sollten bereits Hämorrhoiden diagnostiziert worden sein, so ist es für die Betroffenen möglich, einige Gegenmaßnahmen zu treffen, die den Schmerz, der beim Sitzen entsteht, um einiges zu reduzieren. Hierdurch gewinnen die Betroffenen bis zum erfolgreichen Abschluss der Therapie einiges an Lebensqualität zurück und können sich freier durch den Alltag navigieren.

Insbesondere sind an dieser Stelle sog. „Sitzringe“ zu nennen. Bei nämlichen handelt es sich zumeist um kleine aufblasbare, seltener auch aus Stoff gefertigte Ringe, auf die man sich zwecks Linderung der Schmerzen setzen kann. Durch das Loch in der Mitte des Ringes, kommen die Hämorrhoiden nicht in direkten Kontakt mit der Sitzoberfläche, wodurch es nicht zu einer allzu starken Schmerzentwicklung kommt. Diese Kissen sind nicht nur leicht zu transportieren, sondern bieten darüber hinaus auch noch einen großartigen Schutz vor Schmerzen. Insbesondere während Fahrten mit Auto und Bahn, Flügen, Büroarbeiten uvm. Auch Cremes und Salben können in diesem Falle Anwendung finden.

Bildung von Knoten und Auswüchsen

Sehr oft äußern sich Hämorrhoiden durch die Ausbildung von krankhaften Vergrößerungen rund um den After. Auch innerhalb des Anus können diese auftreten. Allgemein hin sind es eben jene krankhaften Vergrößerungen, die man als Hämorrhoiden versteht. Tatsächlich können dieselben aber auch unabhängig davon vorliegen. Man spricht hierbei unter anderem auch von einer sog. „Perianalthrombose“, bzw. einer „äußeren Hämorrhoide“. Diese sind oftmals besonders schmerzhaft und darüber hinaus auch sehr unästhetisch. Dennoch sollte die Ästhetik natürlich nur ein nebensächlicher Aspekt einer Erkrankung sein, wenn überhaupt. Alles in allem sollte man sich vor diesen äußeren Hämorrhoiden jedoch nicht allzu sehr fürchten. Es ist durchaus möglich, ihnen relativ schnell beizukommen. Hierzu stehen dem behandelnden Arzt eine Vielzahl etwaiger Behandlungsmethoden zur Verfügung. Diese reichen von konservativen medikamentösen Behandlungen über progressive operative Anwendungen. Alles in allem kann einem zumeist also schnell geholfen werden.

Nichtsdestominder sollte man äußere Hämorrhoiden keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Diese sind oftmals ein klarer Indikator dafür, dass die vorliegenden Krankheit eine gewisse Stufe erreicht hat und sich weiterhin verschlimmert. Besonders in den ersten Stadien einer Erkrankung mit Hämorrhoiden treten Perianalthrombosen eher selten auf. Diese weisen in aller Regel auf ein recht fortgeschrittenes Stadium der Krankheit hin. Sollten selbige in allzu größer Häufung auftreten, ist davon auszugehen, dass sich die Krankheit in einem sehr späten Stadium befindet und einer unbedingten Behandlung bedarf. Wer bis zu diesem Punkte noch keinen Arzt deswegen konsultiert hat, sollte dies schleunigst tun. Alles andere wäre sich selbst gegenüber vollkommen verantwortungslos.

Weitere Nebeneffekte von Perianalthrombosen

Nachdem es zur Bildung von Perianalthrombosen oder äußeren Hämorrhoiden gekommen ist, stellen sich oftmals weitere und teils sehr unangenehme Symptome für die davon betroffene Person ein. Hierunter fallen in besonderem Maße Probleme der Analhygiene. Es ist sehr kompliziert, aufwendig und mitunter auch schmerzhaft, den Anus auf adäquate Art und Weise sauber zu halten, sollte man äußere Hämorrhoiden haben. Viele Menschen vermeiden direkten Kontakt mit denselben. Das ist verständlich, fühlen sich die meisten Menschen durch diese krankhaften Vergrößerungen und Wucherungen doch zurecht abgeschreckt. Auch sollte man den Schmerz, der sich bei Kontakt einstellt, nicht unterschätzen.

Darum sind von diesem Leiden betroffene Personen oftmals unsicher darüber, wie sie vorgehen sollen. Zumal ein falsches Vorgehen weitere negative Effekte nach sich ziehen kann. Diese sind unter anderem eine Bildung weiterer Perianalthrombosen. Es kann darum teilweise unerlässlich sein, sich vollends vom klassischen Toilettenpapier abzuwenden und andere Arten der Reinigung zu probieren – zumindest für den Zeitraum, währenddessen man an besagten Phänomen leidet. An dieser Stelle ist es beispielsweise empfehlenswert, wenn man eine Reinigung des Afters mit Wasser vornimmt. Auch ein feuchtes Abwischen mit einem weichen Lappen kann gegenüber dem herkömmlichen trockenen Toilettenpapier von Vorteil sein. Desweiteren benutzen manche Personen auch die besonders in Indien stark verbreiteten sog. „Analspachtel“. Diese erfordern allerdings einiges an Übung und sind daher nicht ohne Vorsicht zu genießen.

Bei allzu großen Unsicherheiten ist es daher immer eine gute Idee, sich mit dem Arzt des Vertrauens ins Verbindung zu setzten und sich Tipp einzuholen, wie man am besten vorgeht. Alles in allem ist es natürlich auch trotz äußerer Hämorrhoiden möglich, seinen Anus adäquat und probat zu reinigen, ohne dabei Gefahr zu laufen, das eigentliche Leiden merklich zu verschlimmern.

Abschließende Bemerkungen

Wie aus dem vorangegangenen Text zu entnehmen war, gibt es vielerlei potentielle Symptome, die im Rahmen einer Erkrankung mit Hämorrhoiden auftreten können. Dabei sollte man jedoch nicht außer Acht lassen, dass nicht jede Person, die an der vorliegenden Krankheit leidet, auch gleichermaßen stark von den potentiellen Symptomen heimgesucht wird. Bei dieser Krankheit sowie bei den meisten anderen Krankheiten auch handelt es sich um ein sehr individuelles und fallspezifisches Gebrechen. Das heißt kurz gesagt nicht anderes, als dass man nicht pauschal jeden individuellen Krankheitsverlauf voraussagen kann.

Darum müssen sich nicht alle Symptome bei jedem einstellen. Das macht die Krankheit zwar etwas erträglicher, kann dem behandelnden Arzt aber die Diagnose ungleich erschweren. Nichtsdestominder sollte man keine allzu große Furcht vor den potentiellen Auswüchsen dieser Krankheit an den Tag legen. Die moderne Schulmedizin ist durchaus dazu in der Lage, Hämorrhoiden schnell, effektiv und vergleichsweise risikoarm zu behandeln. Dabei ist nicht immer ein operativer Eingriff notwendig. Auch medikamentöse Therapien sind mitunter vollends ausreichend, um diesem Leiden Herr zu werden.

Alles in allem lässt sich also sagen, dass man die Symptome ernst nehmen und sich mit nämlichen einem Arzt zuwenden sollte. Falsche Scham bringt einen an dieser Stelle nicht weiter. In der Tat gibt es immer wieder Patienten, die sich gar nicht oder erst viel zu spät einem Mediziner zuwenden, weil sie sich ihrer Krankheit schämen. Das ist allerdings nicht nur unnötig, sondern auch sich selbst gegenüber verantwortungslos. Darum nicht zögern und selbst beim kleinsten Verdacht auf Hämorrhoiden sofort zum Arzt. Es gilt hier, wie bei allen anderen Gebrechen auch: Je früher desto besser.

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